Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule begeistert  das vollbesetzte Publikum im Drosselsaal des Textilwerkes.

Am vergangenen Sonntag nahm das Jugendsinfonieorchester der Musikschule das vollbesetzte Publikum im Drosselsaal auf eine Reise durch die Filmgeschichte mit. Doch neben den großen Hymnen bekannter Filme zeigte das Orchester ebenso zwei klassische Werke, die bezüglich Intensität und Musikalität in jedem Fall mit den modernen Kompositionen mithalten konnten. Diese ausgeglichene Mischung des Programms spiegelte sich auch im Publikum wider, denn sowohl junge als auch ältere Musik-Begeisterte fanden sich im Textilwerk ein.

Eröffnet wurde das Konzert standesgemäß mit dem „Huldigungsmarsch“ aus der „Sigurd Jorsalfar Suite“, der sogleich mit tosendem Applaus honoriert wurde. Nach einer Begrüßung von Seiten der Musikschulleiterin Claudia Borgers folgte dann der nächste Höhepunkt des Konzertes. Denn nun betrat die frisch gebackene Abiturientin und Solistin Katharina Zey die Bühne, um am Fagott das „Andante e Rondo ungarese“ von Carl Maria von Weber vorzutragen, das in seiner ursprünglichen Form für Viola geschrieben wurde, von Weber dann allerdings für Fagott neu aufgelegt worden war.

Katharina meisterte diese Herausforderung mit Bravour und präsentierte das eher außergewöhnliche Instrument in seiner schönsten Form.

Nach diesem Stück eröffnete das Orchester den Programmteil der Filmmusik mit einem Klassiker der Filmgeschichte: der Musik zum ersten Teil der „Herr der Ringe“-Trilogie, „die Gefährten“. Dieses Stück löste wohl bei allen Zuhörern Gänsehaut aus, denn sowohl die kraftvollen Choräle der Blechbläser, als auch die zarten Melodien der Streicher und vor allem der Gesang von Orchestermitglied Astrid Jansen sorgten für eine besondere Stimmung und ließ sogleich die malerischen Filmszenen vor dem geistigen Auge erscheinen.

Nach einer kurzen Pause folgte nun ein kurzer Ausflug in die Welt der Videospiele. Auf Wunsch des Orchesters wurde ein Medley aus Melodien der Videospielreihe „The Legend of Zelda“, welches zum 25jährigen Jubiläum dieser komponiert wurde vorgetragen. Vor allem Tobias Bork hatte viel Herzblut in dieses Stück gelegt, denn er hatte alle Stimmen zuvor für die Besetzung des Orchesters angepasst und individualisiert. Er war es auch, der bei diesem Stück den Taktstock in die Hand nahm und mit viel Begeisterung das Orchester leitete. Es wurde vor allem deutlich, dass „sich seit Tetris und ähnlichen Spielen einiges in der Videospielmusik getan hat“, so Bork. Und so fiel dieser Soundtrack ebenso  gewaltig und mitreißend aus, wie man es sonst von Filmmusik kennt.

Ein würdiges Ende fand das Programm schließlich mit der Aufführung eines Medleys aus „Star Wars – Die dunkle Bedrohung“, das vor allem durch das klassische „Main Theme“ noch nach dem letzten Ton im Ohr blieb.

Das Publikum bedankte sich für einen schönen Konzertnachmittag mit ausführlichem Beifall und durfte zum Abschluss noch eine kleine Zugabe genießen, nach der wohl alle Beteiligten, Publikum sowie Musiker, sehr zufrieden und mit dem einen oder anderen Ohrwurm den Weg nach Hause antraten.

Bericht von: Marie Da Silva Santos

Nächstes Konzert der Musikschule

Konzert Klarinette & Blockflöte

Februar 25 @ 16:00 - 17:00